Bissendorf lebt seit Jahren über seine Verhältnisse. Die Verschuldung der Gemeinde ist je Einwohner nahezu drei Mal so hoch wie im Landesdurchschnitt und die Kommunalaufsicht sieht die dauernde Leistungsfähigkeit der Gemeinde als gefährdet bzw. eingeschränkt an. Dabei liegt die Steuereinnahmekraft je Einwohner über dem Landesdurchschnitt.

Sicherlich sind manche Investitionen unerlässlich. Bissendorf ist sowohl bei den Beiträgen als auch bei der Anzahl von Krippen- und Kindergartenplätzen vergleichsweise gut aufgestellt. Ebenso sind Investitionen in unsere Schulen notwendig. Außerdem unterhält Bissendorf mit seinen drei Ortszentren drei Sportstätten und unterstützt so die Vereine bei ihrer für uns wichtigen Arbeit. Ferner sind auch immer wieder Sanierungen oder der Ausbau von Straßen und Kanalnetz erforderlich.

Das ist nur ein Teil der Aufgaben, für die die Gemeinde Bissendorf viel Geld ausgibt und ausgeben muss. Trotzdem muss in den Jahren, in denen es jährlich zu neuen Rekordeinnahmen durch Steuern kommt, auch der Schuldenberg abgebaut werden, was aber tatsächlich nur durch den Verkauf von Gemeindeeigenen Grundstücken ermöglicht wird. Hier sehen wir eine Fehlentwicklung, der deutlicher als bisher begegnet werden muss.