Was geht das die Kommunalpolitik an? Gibt es auf der untersten Ebene überhaupt Einflussmöglichkeiten? Und wenn ja, warum sollte man das nutzen? Sind die Leitungen überhaupt notwendig, wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch vertretbar?

Eine Leitungstrasse, von der weder Mensch noch Tier noch Pflanze oder Landschaftsbild existenziell betroffen wäre, gibt es in unserer stark beanspruchten Landschaft nicht. Wenn neue Leitungen gebaut werden, müssen diese in einer menschen- und naturverträglichen Technik gebaut werden. Das ist nach dem Stand der Technik nur über Strecken von mehreren hundert Kilometern mit Gleichstromtechnik in Erdverkabelung möglich - anders nicht. Diese Technik steht in der aktuellen Planung für Bissendorf nicht zur Debatte.

 

Wozu überhaupt neue Leitungen?

 

Es geht der Kanzlerin darum, für mehr Akzeptanz der Bürger bei den Höchstpannungsleitungen zu werben. Damit ist klar, dass hier keinesfalls eine Energiewende hin zu einer dezentralen und preisgünstigen Energieversorgung eingeleitet werden soll. Die Notwendigkeit ist nicht belegt.

Der geplante Netzausbau ist überdimensioniert und behindert die Energiewende. Das Geld kann besser in dezentrale Versorgung und Speicherung investiert werden, so dass Bürger davon profitieren und nicht zusätzlich und unnötig belastet werden.

Es wird immer von Versorgungssicherheit gesprochen: Bei Angriffen von innen und außen ist der geplante Netzausbau genauso (un-) sicher wie ein Atomkraftwerk. Dezentrale Stromversorgung ist dagegen fast immun: Sie bildet keine lohnenswerten Ziele.

 

Klimaschutzkonzept

 

Unser Ziel eines Klimaschutzkonzepts für die Gemeinde Bissendorf konnten wir umsetzen. Auf unsere Initiative wurden von der Verwaltung und einem beauftragten Planungsbüro Veranstaltungen und Workshops unter Beteiligung vieler BürgerInnen und Vereine/Institutionen hierzu durchgeführt.

Die Veranstaltungen reichten aber leider nicht aus, so dass es sich dem Ergebnis eher um eine Ideensammlung als um ein Konzept handelt. Auf der Internetseite der Gemeinde sind lediglich die Dokumentationen der Auftaktveranstaltung und zweier Workshops abzurufen. Das Gesamtergebnis findet sich dort leider nicht.  (www.bissendorf.de)

Dabei ist ein Konzept zum Schutze des Klimas von zukünftiger Bedeutung. Schon heute sehen wir die Auswirkungen von Wetterlagen mit örtlichen Stürmen und Überschwemmungen und die Vorhersagen der Klimaforscher sind alles andere als gut. Bestritten wird der Klimawandel jedenfalls heute nicht mehr. Das lässt nur einen Schluss zu:

Wir alle, sind gefordert und aufgerufen die Dinge zu ändern, die zum Klimawandel beitragen. Aufhalten können wir ihn wohl nicht mehr, aber eine Begrenzung scheint möglich, so dass auch zukünftige Generationen ein Leben in Sicherheit führen können.

Wir glauben, dass die Veränderungen im Kleinen anfangen. Daher ist es eine der wichtigsten Aufgabe, die die Kommunalpolitik verfolgen sollte. Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren viel Geld für den Hochwasserschutz ausgegeben. Das war wichtig, doch im Hinblick auf den Klimawandel nur eine Therapie von Symptomen. Noch wichtiger wäre aber die Bekämpfung der Ursachen.

Wir wollen

  • die Arbeit am Klimaschutzkonzept mit den BürgerInnen wieder aufnehmen,
  • die vorhandenen Ergebnisse weiterentwickeln,
  • konkrete Maßnahmen planen, priorisieren und umsetzen.

Integriertes Klimaschutzkonzept der Gemeinde Bissendorf