Was geht das die Kommunalpolitik an? Gibt es auf der untersten Ebene überhaupt Einflussmöglichkeiten? Und wenn ja, warum sollte man das nutzen? Sind die Leitungen überhaupt notwendig, wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch vertretbar?

Eine Leitungstrasse, von der weder Mensch noch Tier noch Pflanze oder Landschaftsbild existenziell betroffen wäre, gibt es in unserer stark beanspruchten Landschaft nicht. Wenn neue Leitungen gebaut werden, müssen diese in einer menschen- und naturverträglichen Technik gebaut werden. Das ist nach dem Stand der Technik nur über Strecken von mehreren hundert Kilometern mit Gleichstromtechnik in Erdverkabelung möglich - anders nicht. Diese Technik steht in der aktuellen Planung für Bissendorf nicht zur Debatte.

 

Wozu überhaupt neue Leitungen?

 

Es geht der Kanzlerin darum, für mehr Akzeptanz der Bürger bei den Höchstpannungsleitungen zu werben. Damit ist klar, dass hier keinesfalls eine Energiewende hin zu einer dezentralen und preisgünstigen Energieversorgung eingeleitet werden soll. Die Notwendigkeit ist nicht belegt.

Der geplante Netzausbau ist überdimensioniert und behindert die Energiewende. Das Geld kann besser in dezentrale Versorgung und Speicherung investiert werden, so dass Bürger davon profitieren und nicht zusätzlich und unnötig belastet werden.

Es wird immer von Versorgungssicherheit gesprochen: Bei Angriffen von innen und außen ist der geplante Netzausbau genauso (un-) sicher wie ein Atomkraftwerk. Dezentrale Stromversorgung ist dagegen fast immun: Sie bildet keine lohnenswerten Ziele.