Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit schreibt dazu auf seiner Internetseite:

„Täglich werden in Deutschland rund 69 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Flächenneuinanspruchnahme – kurz Flächenverbrauch - von  ca. 98 Fußballfeldern. Zwar lässt sich "Fläche" im engeren Wortsinn nicht "verbrauchen". Fläche ist jedoch – wie auch der Boden  - eine endliche Ressource, mit der der Mensch sparsam umgehen muss, um sich seine Lebensgrundlagen zu erhalten. Flächenverbrauch ist ein schleichendes Phänomen. Bürger und selbst politische Entscheidungsträger nehmen es kaum wahr. Daher mangelt es weithin am nötigen Problembewusstsein.“  (www.bmub.bund.de)

Es geht also genau so um die Erhaltung landwirtschaftlicher Anbauflächen wie auch um den Klima- und Umweltschutz. Bis 2020 soll der Flächenverbrauch laut Bundesregierung auf 30 ha pro Tag zurückgehen und sie lässt keinen Zweifel daran, wer dafür mitverantwortlich ist. Es sind die Entscheidungsträger vor Ort. Also diejenigen, die über Bauleitpläne befinden, wie es der Rat der Gemeinde Bissendorf und deren Verwaltung tun.

Es muss in Bissendorf zukünftig noch mehr darauf geachtet werden, dass

  • Leerstände nicht ungenutzt bleiben,
  • Baulücken geschlossen werden und die
  • Verdichtung der Bebauung berücksichtigt wird.

Hier müssen langfristig die Altersstrukturen in den einzelnen Siedlungen berücksichtigt werden. Eine systematische Untersuchung der Ortsteile könnte darüber Aufschluss geben, welche Möglichkeiten der Verdichtung sich ergeben und wo es Baulücken gibt.

Ein weiterer Punkt einer Untersuchung sollten auch die so genannten Althofstellen sein, also ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude und Hofanlagen. Hier könnte es durch Umnutzungen ein Potential für eine flächenschonende Entwicklung der Funktionen Wohnen und Arbeiten durch die Ansiedlung von Kleingewerbe geben.

All das muss mit Blick auf den Flächenverbrauch Vorrang vor der Ausweisung großer Baugebiete an den Ortsrändern haben.